• FA-124309 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124311 „Pelargonium Francisceum“, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124314 „Augusta lanceolata", © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124313 „Ferdinandea elliptica", © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124315 „Francisc(e)a confertiflora“, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124312 „Pelargonium Marianneum", © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124310 „Pelargonium Sophiae“, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-118704 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124320 „Antoniana ovata“, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124321 „Pelargonium Josephinum“, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124319 „Johannia insignis“, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124318 „Pelargonium Reinerianum“, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124316 „Pelargonium Carolianum“, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124317 „Ludovicea elegans“, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Produktionstechnik
Sammlungsgruppe
Glas und Keramik
Epoche
1800 - 1849
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Zwei Blumenbecher, Glasschnitt, Böhmen, 1827-1837

Test
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Widmungen an Mitglieder des habsburgischen Kaiserhauses finden sich viele unter den kunstgewerblichen Objekten im Technischen Museum Wien. Doch diese Blumenbecher stellen alles andere in den Schatten.

Der eine Becher (Inv.Nr. 11777) ist Kaiser Franz I., seiner vierten Ehefrau (Karoline Auguste), seinen beiden Söhnen (Ferdinand und Franz Karl) sowie den Schwiegertöchtern (Maria Anna und Sophia) gewidmet, der andere Becher (Inv.Nr. 19361) den Brüdern des Kaisers (Anton, Joseph, Johann, Rainer, Karl, Ludwig). Nicht die üblichen Initialen – wie etwa „F. I.“ für Franz I. – oder Widmungssprüche zieren diese gravierten Gläser.

Jeder Becher zeigt sechs verschiedene Pflanzenmotive, deren jedes einzelne den Namen eines kaiserlichen Familienmitglieds trägt: „Pelargonium Francisceum“, „Augusta lanceolata“, „Ferdinandea elliptica“, „Francisc(e)a confertiflora“, „Pelargonium Marianneum“, „Pelargonium Sophiae“; „Antoniana ovata“, „Pelargonium Josephinum“, „Johannia insignis“, „Pelargonium Reinerianum“, „Pelargonium Carolianum“, „Ludovicea elegans“. 

Zehn der eingravierten Pflanzen ließen sich in botanischen Werken des frühen 19. Jahrhunderts aufspüren: in Johann Baptist Emanuel Pohls zweibändigem Werk „Plantarum Brasiliae icones et descriptiones hactenus ineditae“, in Leopold Trattinnicks „Neue Arten von Pelargonien“ und in „Freye Auswahl einzelner Pflanzenabbildungen in Schwarzen Kupfern“. Die dortigen Abbildungen wurden naturgetreu auf den Glasschnitt übertragen. Die Vorlagen für „Ludovicea elegans“ und „Pelargonium Marianneum“ ließen sich leider nicht ermitteln.

So beschreibt ein Ausstellungstext aus dem Jahr 1922 die Becher: „Gebaucht, unten mit Wulst, oben mit ausladendem, gezänkeltem Lippenrand. Die dunkel silbergelb geätzte Wandung am unteren Teile geschält, auf ihr sechs erhabene Ovale, in welchen einzelne Blumen geschnitten sind. Darunter Aufschrift […] Der Wulst mit Steinfeldern, Fußplatte mit zwölfteiligem Schliff, am Boden Russensteindel. H. 24,5.“ Die allerhöchsten Widmungen waren damals kein Thema mehr. 

Hersteller: unbekannt, Böhmen
Entstehungszeit: 1827-1837

Inv.Nr. 19361
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