• FA-111597 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Radio und Fernsehen
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1930 - 1939

Volksempfänger VE 301 Dyn

Ingelen, seit 1938

Volksempfänger

Der billige Volksempfänger soll sicherstellen, dass sich jede Familie im Dritten Reich ein Radiogerät leisten kann, um für die nationalsozialistische Propaganda erreichbar zu sein. Es dürfen nur deutsche Reichssender gehört werden.

Im Dritten Reich dient der Rundfunk der Propaganda, das Programm entsteht unter Aufsicht des Propagandaministers Joseph Goebbels. Um Hitlers Hetzreden eine große Zuhörerschaft zu verschaffen, sollen möglichst viele deutsche Volksgenossen mit Radiogeräten ausgestattet werden. Man weist 28 Radiofabriken an, gemeinsam einen einheitlichen und entsprechend billigen Volksempfänger (VE 301) herzustellen. Sein Preis beträgt 76 Reichsmark. Im Gegensatz dazu ist es Menschen jüdischer Herkunft ab 1934 untersagt, Rundfunkgeräte zu besitzen.

1938 kommt wegen des großen Verkaufserfolgs der Deutsche Kleinempfänger (DKE) um 35 Reichsmark auf den Markt. Mit ihm kann keiner der vielen Auslandssender, sondern nur der nächstgelegene deutsche Reichssender empfangen werden. Im Volksmund nennt man ihn bald Goebbelsschnauze. Mit Kriegsausbruch 1939 tritt eine Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen in Kraft, die das Abhören von Feindsendern mit Gefängnis, Zuchthaus und sogar der Todesstrafe bedroht.



Inv.Nr. 55324
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