• Warenkunde 2 Schaukasten mit Seidenkokons, 1889, © Technisches Museum Wien
  • Warenkunde 1 Musterkoffer mit einer Kollektion zur Deckenfabrikation, um 1900, © Technisches Museum Wien
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Publikationen und Vorträge

Die Wiener Warenkundesammlung – Herkunft und Bedeutung

Mit über 20.000 Objekten zählt die Warenkundesammlung zu den größten Teilsammlungen des Technischen Museums Wien. Die Sammlung umfasst den gesamten Lebenszyklus der Handelswaren.

Sie zeigt viele verschiedene Materialien:

  • Rohstoffe: Mineralien und mineralische Rohstoffe, Erze, Rohöl, pflanzliche und tierische Rohstoffe
  • Halbfertigprodukte: aufbereitete Erze, Metalle, Rohölderivate, Getreide, Gemüse, Obst, Fasern, Knochen, Hörner, etc.
  • Fertigprodukte: Werkzeuge, Maschinen(teile), Treibstoffe, Schmiermittel, Nahrungs- und Futtermittel, Textilien, Keramik, Glas, Kunstgegenstände, Papierprodukte, Verpackungen, etc.
  • Abfälle: Metallspäne, Spinnereiabfälle, Staub aus der Verarbeitung
  • aber auch: Export- und Importartikel, Ersatzprodukte und ganze Produktionszyklen

Die ältesten Objekte der Sammlung gehen nachweislich auf die Wiener Weltausstellung von 1873 zurück. Mit diesen Ausstellungsstücken wurde 1874 das Orientalische Museum gegründet. In den folgenden Jahren wurde die Sammlung durch Ankäufe, Erwerbungen der Regierung und Spenden erweitert, wie beispielsweise jene von Heinrich von Siebold im Jahr 1892. Ein beträchtlicher Teil der kunstgewerblichen Sammlung wurde an das Museum für angewandte Kunst und an das heutige Völkerkundemuseum in Wien abgegeben. Gemeinsam mit der Warensammlung der k. k. Konsularakademie wurden die verbliebenen Teile am Institut für Technologie der Hochschule für Welthandel (heute: Wirtschaftsuniversität Wien) aufbewahrt und für Schulungs- und Forschungszwecke genutzt.

Dort wurde sie bis 1971 auf etwa 30.000 Objekte erweitert. Anfang der 1970er-Jahre wurde der Großteil dieser Objekte aus Platzmangel in das Schloss Aspang am Wechsel ausgelagert und 1985 vom Technischen Museum Wien übernommen. Anfang 2010 übersiedelte ein Restbestand an das Museum, darunter auch eine größere Zahl von Dias.

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Forschungsprogramm forMuse - Forschung an Museen.

Projektleitung:

Mag. Dr. Susanne Gruber

Fördergeber

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